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Yoga und PR Arbeit – Yogalehrerin Sandra von Zabiensky im Interview

Es gibt ja in Hamburg und Umgebung so viele Yogalehrer, so dass die Wahl den für sich richtigen Lehrer zu finden nicht immer einfach ist. Meistens ist ja die erste Begegnung eher zufällig, weil man ja zum Yoga geht wenn man gerade mal Zeit hat. Ich habe mir deshalb vorgenommen Euch in regelmäßigen Abständen YogalehrerInnen vorzustellen, die mich berührt und mit ihrer Art zu unterrichten abgeholt haben. Sandra von Zabiensky ist eine dieser Yogalehrerinnen und deshalb stelle ich sie Euch heute vor und ich habe sie und auch Caroline Clauder genau deshalb für ein Yogaretreat vorgeschlagen, dass vom 06. – 09.04.2017 im Gutshaus Pohnsdorf stattfindet BRING BACK YOUR TIME

Hier  nun aber erstmal mehr zu Sandra:

 

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Sandra von Zabiensky

 

Wann bist Du zum Yoga gekommen? Gab es ein besonderes Erlebnis oder wolltest Du Yoga einfach mal ausprobieren?

Ich und Yoga – das wäre vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen. Früher habe ich Yoga als passionierte Thaiboxerin belächelt. Für mich war es eine Art esoterische Krankengymnastik! Erst über meine ersten Surfversuche, kam ich zum Yoga. Ich bin mehr draufgeklettert, als einen lockeren und stilsicheren Pop-up auf dem Surfboard hinzulegen, so steif war meine Hüfte. So richtig gepackt hat es mich dann bei meinen ersten Stunden im Hamburger Power Yoga Studio und vor allem anschließend in den Stunden in meiner „Homebase“ in einem Yogastudio in Ahrensburg. Hier habe ich auch meine erste 200 Stunden Ausbildung absolviert. Im Unterricht der Inhaberin habe ich gemerkt, dass Yoga mich nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich verändert und durch schwerere Zeiten tragen kann. Ich habe mich regelrecht transformiert und lebe durch das Yoga mittlerweile ein Leben, dass für mich kaum schöner sein kann. Mittlerweile ist Yoga mehr als ein fester Bestandteil in meinem Alltag. Es ist meine Basis und mein Fundament geworden. Meine Lehrerin Lalla Turske hat einmal gesagt „Yoga ruft“. Und genauso ist es. Yoga hat mich gerufen, tut es immer noch. Jeden Tag.

 

War Dir schon zu Beginn Deiner Yogalehrerausbildung klar, dass Du unterrichten möchtest?

Als wir in der allerersten Ausbildungsstunde danach gefragt wurden, ob wir unterrichten möchten, strömte eine regelrechte Bilderflut an meinem inneren Auge vorbei. Alle Bilder zeigten mich in Unterrichtssituationen. Ab da war mir klar: ja, ich möchte Yoga auch weitergeben.


Hast Du einen „Lieblings“-Yogastil? Und wenn ja warum?

Zurzeit beschäftige ich mich besonders mit der freiheitlichen Philosophie und der Praxis des Anusara-Yoga bei meinen Lehrern Lalla und Vilas Turske. In deren ParApara Akademie befinde ich mich in der Ausbildung zur Anusara Yogalehrerin. Anusara Yoga macht mich glücklich, jedes Mal aufs Neue. Es ist ein Yoga der Aufrichtung, körperlich wie seelisch. Es geht davon aus, dass alles schon da ist, alles schon angelegt ist. Weder sind wir unrein, noch müssen uns selbst kasteien – jeder einzelne von uns trägt den göttlichen Funken in sich. Alles ist mit allem verbunden, durch eine Energie, die größer ist als wir selbst. Einer Energie, die intrinsisch gut ist. Ist das nicht wundervoll?

Außerdem bereite ich mich gerade auf meinen Abschluss der Yogatherapie-Ausbildung, nach den Prinzipien der Spiraldynamik bei Lilla Wuttich vor. Die exakte Ausrichtung ist so faszinierend. Wenn alles in seiner Position ist, dann ist es wie damals, wenn bei  dem Computerspiel Tetris sich alle Klötzchen ineinandergefügt haben: alles ist dann harmonisch und ganz – die Energie fließt.

Hat Yoga Dein Leben verändert?

Definitiv ja! Es hat mein Leben auf den Kopf gestellt. Von einer gehetzten PR-Frau auf 10cm Heels, Haar-Extensions, für die Glück Louis Vuitton Taschen und eine eigene  Kleiderstange bei Unger bedeutete und die verbissen sechs Mal die Woche Thaiboxen trainierte, hin zu einer entspannten Yogini, die teils in der PR arbeitet, teils Yogalehrerin ist , begeistert bei Mantren mitsingt und sich in ihrer Freizeit mit dem kaschmirischen Shivaismus oder dem Kurs in Wundern auseinandersetzt – das ist schon ein denkbar großer Schritt.

Ich bin sehr dankbar und glücklich für mein Leben, ich empfinde jeden Tag als Geschenk. Natürlich ist das Leben nicht ein einziger Ponyhof. Aber ich habe ein tiefes Grundvertrauen, dass alles gut ist, wie es kommt, dass alles, was mir widerfährt seinen Grund hat und kann so aus mir selbst heraus mein Glück kreieren.

Worauf legst Du in Deinen Stunden den meisten Wert?

Zum einen auf die korrekte Ausrichtung, aber auch darauf, dass meine Stunden emotional berührend sind. Dabei darf aber durchaus auch gelacht werden. Yoga muss keine bierernste Angelegenheit sein, ich finde es schön, wenn wir aufrecht und mit Leichtigkeit praktizieren. Wenn wir uns selbst in die Praxis hineingeben und weniger fordern, dass Asanas etwas für uns tun müssen oder sollen.

Das Jahr 2016 geht nun bald zu Ende, bist Du jemand der mit guten Vorsätzen ins Neue Jahr startet?

Tatsächlich nein. Ich habe 40 Jahre lang damit verbracht, nach festen Plänen zu leben und starre Strukturen zu verinnerlichen. Momentan vertraue ich darauf, dass alles schon kommen wird, wie es sein soll. Ich habe zwar Ideen im Kopf, die ich gern umsetzen würde, lasse mich aber davon überraschen, was das Leben für mich 2017 in petto hat.

Sandra von Zabiensky hat die 200h Yogalehrerausbildung  gemacht, befindet sich derzeit Villa Wuttich in der  Yogatherapie Ausbildung nach Spiraldynamik, Anusara Teacher Training in der parApara Akademie bei Lalla und Vilas Turske.

Sandra unterrichtet Montags 20 Uhr, Donnerstag 18 und 20 Uhr im Satyaloka Yogastudio in Ahrensburg.

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